Beat the genes

Schon wieder ein Tag vorüber.

Schon wieder am Selbstbewusstsein zu knappern.

Schon wieder „beat the genes“.

Schon wieder verloren, versagt, getan.

Schon wieder gekämpft.

Schon wieder rebelliert.

Schon wieder Revolution.

Schon wieder verlebt.

Aber gelebt?

Ein Leben dahingeworfen.

Sklavische Gefangenschaft meiner selbst.

Neugierde mit Obhut.

Achtsamkeit nur als Lehre.

Nicht als Sein.

Im Sein sein ist viel zu schwer.

Die Schwere der Last, die auf mir liegt.

Mich niederdrückt, am Boden liegen lässt.

Mich erzittern lässt, aus Angst zu fallen.

Aber ich kann nicht fallen.

Nicht tiefer als in haltende Hände.

Arme, die mich tragen.

Augen, der Obhut über mein Antlitz.

Ich kann nicht versagen als das Versäumnis meiner selbst.

Es bäumt sich auf, wie in wund gewordenes Tier.

Eine Raubkatze mit Stärke und Muskelkraft, so schwach in der Sänfte eines Königs, so verletzbar.

Verletzlich ist letztendlich nicht das Ende, nicht zuletzt verletzt.

Nicht zuletzt gelebt.

Atem ist Leben.

Lebendige Luft, die Bahnen gefüllt mit Blut.

Sauerstoffgesättigte Blutbahnen.

Durchwirrendes Geäst durch mich hindurch, immer weiter, bis die Verästelungen in sich selbst zum Ende gelangen, das letztendlich auch hier verletzlich, nicht zuletzt verletzt gelebt.

Verlebt oder aufstreben.

Mein Herz das bebt,

meine Seele belebt.

Achtsam ist nur ein Wort des Seins.

Ein beschreibendes Wie und doch nicht gewusst wie,

es auszuführen ist.

Nicht von innen heraus als „perfect gene“.

Eher ein Außen im Kampf mit dem Sein.

Eher ein „beat the genes“.

Perfektionismus, der von innen kommt, nicht von dort kommen kann,

im Schein dieser fehlenden Perfektion,

in der Verletzlichkeit, die so verletzbar, verwundet, nicht überwunden,

die hohen Mauern der Last.

Eher niedergetrommelt,

in der Eile, der Hast.

Gemacht von einem Sein lange vor unserer Zeit,

in uns gesät,

dem Anfang verwehrt,

unser Antlitz im Sein.

Das soll Philosophie sein…?!

Eine ohrenbetäubende Stille.

Durchdringt Gedankenströme.

Flüsse von Nervenimpulsen.

Die unaufhörlich, wiederkehrend, vehement den nächsten Reiz auslösen.

Spiel der Emotionen, verwirrender Eindrücke, die vermeintliche Zusammenhänge zu verstehen erschweren.

Unmögliche Schlussfolgerungen, deren Größe nicht einmal Marx, Nietzsche oder Kant erfassen könnten.

Der „kategorische Imperativ“ findet keine Anwendung in solchen Konstrukten.

Eine fehlende klare Linie, die entscheiden lässt zwischen richtig und falsch.

Die Akkumulation von Gütern, die den Geist trüben lässt.

Trügerischer Nihilismus lässt den Individualisten entwürdigen.

Die Positive als Stolperstein vom Sinn des Lebens.

Sie nötigt die Autonomie der Vernunft und lässt Eigen existenzlos erscheinen.

DAS soll Philosophie erklären können?!

Als Profit der Gesellschaft etwa?

Ein Widerspruch in sich selbst.

Erkenntnis und Wissenschaft als Maxime der Konträren.

Die Perspektive der Ewigkeit aber bleibt ungeklärt.

Philanthropie

Menschenliebe,

die nicht vorhanden.

Ein reiner Wunsch nach sein,

der illusioniert bleibt.

Misstrauen,

der vordergründig.

Eine wahre Sehnsucht nach Können,

die abergläubisch bleibt.

Mehrwert,

der zu erhoffen.

Ein tiefes Verlangen nach Haben,

das unwahrscheinlich bleibt.

Minestrone,

die es auszulöffeln gilt.

Ein mutiges Wagnis,

das angsteinflößend erscheint.

Meinungen,

die nicht übereinstimmen.

Ein klares Vertrauen ins Ich,

das hoffnungslos zuschaut.

Missetaten,

die nicht ehrenhaft.

Ein deutliches Verneinen,

das es auszusprechen gilt.

Mühseligkeiten,

die mich erschöpfen.

Ein sinkendes Schiff,

 dem es zu entfliehen gilt.

Mahlwerk,

meines knirschenden Kiefers.

Eine abgrundtiefe Wut,

die es zu erleben gilt.

Meisterstücke,

die nicht zu hören sind.

Eine ohrenbetäubende Stille,

die es zu durchbrechen gilt.

Musik,

die mehr auszudrücken vermag.

Eine reine Poesie,

die allumfassend beschreibt.

Müßiggang,

der nicht eilt.

Eine ruhiger werdende Welt,

die es zu beschreiten gilt.

Mandate,

die nicht besetzt.

Ein abscheulicher Vorgang,

der nicht zu verzeihen ist.

Mindesthaltbarkeit,

die bald abläuft.

Eine still gewordene Zeit,

die bald enden wird.

Nichts

Beeindrucken.

Wollen.

Groß sein.

Wollen.

Eindruck hinterlassen.

Gewollt.

Nicht in Vergessenheit geraten.

Wollen.

Sich wichtig fühlen.

Wollen.

Sich besonders fühlen.

Wollen.

Aufmerksamkeit bekommen.

Gewollt.

Der Nabel der Welt sein.

Wollen.

Besonders sein.

Wollen.

Gesehen werden.

Wollen.

Sich bemerkbar machen.

Wollen.

Etwas bewirken.

Wollen.

Seine Spuren hinterlassen.

Wollen.

Einfluss haben.

Wollen.

Fortschritt mitgestalten.

Wollen.

Wichtigtun.

Gewollt.

Wissen,

wir sind nichts.

Raumzeit

Ich habe keine Ahnung welche Zeit,

ich weiß nicht welcher Tag.

Unwissenheit über gewusstes Wissen.

Es ist mir egal.

Schwermütige Lethargie auf meinen Schultern,

eine viel gewichtige Last meiner selbst.

Selbst dann, wenn ich sie nicht wahrzunehmen vermag.

Es nicht mag sie anzunehmen.

Es drückt mich nieder,

lässt mich am Boden verweilen.

Eine Weile bleibe ich liegen aber nie länger als mein Gewissen reicht.

Reichhaltiges Wissen meiner selbst.

Gewusst wie.

Wie ist unwahrscheinlich,

dass es wahrscheinlicher wäre Wissen zu revidieren,

rezidivierend oder reduzierend.

Redundantes Halbwissen,

resistent gegen empirische Wissenschaft.

Eine Empirie, die mein Herz höherschlagen lässt.

Höher klingende Töne,

so frohlockend wie Weihnachtsglocken.

Die gleiche Liebe und Leidenschaft,

die es gilt zu atmen.

Persistenz, die es gilt zu konstatieren.

Konsequent dagegen zu halten.

Weil dagegen sein immer besser ist als dafür.

Sich wehren bedeutet Stärke und Durchhaltevermögen.

Aufgeben ist nur einfach sein und die Einfachheit anzunehmen impliziert Schwachheit.

Konsentieren, Salz in offene Wunden penetrieren.

Nicht nur penetrant, sondern auch überlegen, persistierend.

Gewusst wie.

Das Wie ist nur ein Adjektiv.

Subjektiv betrachtet nur ein Objektiv unter vielen.

Gewusst was.

Das Was ist nur ein Akkusativ.

Die Tiefe der sich aufladenden Batterien meiner selbst.

Im Stillstand mit der Zeit, den es zu durchbrechen gilt.

Vorstoßen gegen eine bessere Zeit.

Zeitgewalten mit Einfluss und Größe.

Keine physikalische Größe, eher eine Geistliche.

Wobei Geist und Sein sich die Hand reichen.

Reichtum der Wissenden, die ihr Halbwissen abschütteln und die nackte Wahrheit darunter zum Vorschein kommen lassen.

Es ist die Raumzeit.

Der Ursprung des Sein

Persönlichkeit ist festgelegt – man sollte die Umwelt danach ausrichten.
Eine Pflanze wird ja auch an den richtigen Standort gestellt, um gedeihen zu können…

Der Traum

Träume leben.

Verlebtes Leben.

Nur gelebt, um zu erleben.

Den Traum.

Maßlosigkeit

Wie viel ist gut genug?

Wann sind viele mehr als das?

Wann lautet die Definition von „gut“ am besten?

Muss es hierfür eine Komparation (Steigerungsform) geben?

Was wäre, wenn alles auf eine Stufe gestellt werden würde?

-Keine vergleichende oder wertenden Adjektive-

Einfach nur SEIN.

Weil SEIN ausreichend und gut genug ist.

Gewohnheiten

Gewohnheiten.

Manifestieren sich.

Sind immer gleich. Immer da.

Währen ewig.

Geben scheinbar Sicherheit.

Eine trügerische Sicherheit.

Trugschluss der Gedanken, die im Kopf entstehen.

Bahnen sich ihren Weg durch Gehirnstrukturen.

Verästelter Nervenstränge.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Er LIEBT gleiche Abläufe. Routinen.

Vereinfachte Vorgehensweisen.

Mathematische Plausibilität.

Strukturierte Muster.

Alles nach Plan. Alles nach Rezept.

Gefühle? Bauchgefühl? Intuition? Mit dem Herzen?

Ist hier fehl am Platz.

Erfüllt nicht den Zweck der immer wiederkehrenden Tätigkeiten und Denkgefüge.

Es muss in sich schlüssig sein. Der Verstand im Vordergrund.

Als Hauptaktionist entscheidet er über richtig und falsch.

Und wo bleiben wir?

Das ICH? Die Seele? Nur eine Illusion? Eine Idee?

Nicht greifbar.

Nur metaphorisch ersichtlich.

Verliert ihren Wert im undurchdringlichen Dickicht der Entscheidungen.

Die genormt.

Gefestigt an dem, was schon immer war und immer sein wird.

Orientiert an den sich wiederholenden Phänomenen.

Das gleichbleibende Dahinplätschern der Gewohnheiten.

Gewohnheitsmäßig regelmäßig argwöhnisch.

Schablonendenken

Jeder nur eine Schablone, ein Abklatsch der Gesellschaft.

Schubladendenken, in Kategorien stecken.

Einkatalogisiert, infiltriert, Normen injiziert.

Bilder in Köpfen verschwimmen zu Gemälden.

Nicht wirklich existieren, nur als Vorstellung deiner selbst.

Illusionen anderer.

Gebilde am Firmament.

Jeder denkt sich dich anders, verschwommene Sicht.

Milchiger Glanz deiner eigenen Wahrnehmung.

Verlaufen sich in unregelmäßige Bahnen.

Wirres Geäst deiner subjektiven Strukturen,

die sich ihren Weg suchen durch deine emotionalen Substanzen.

Du bist es nicht wirklich.

Wirklichkeit nur als beschriebene Wahrheit.

Nicht wahrgenommen, nicht existent.

Bestand haben nur empirische Wissenschaften.

Doch auch Empirie basiert auf Sein.

Festgehaltene Präsenz.

Im Hier und Jetzt.