Vergnügt

Mein Herz so schwer,

es wiegt viel mehr

als das, was ich begreifen kann.

Die steife Hand

schwingt unverwandt

den Stift der Weisheit, die mir fehlt.

Die leeren Augen tränen

lassen sich kaum erwägen

in einem Meer voller Einsamkeit.

Schmerzende Glieder

fühle ich wieder und wieder

offene Wunden, die nicht geheilt.

Die Sinne betrübt

nur dann vergnügt,

wenn der Tag sich dem Ende neigt.

Flieg Vöglein flieg…

„Handlungen voller Mitgefühl sind immer richtig…=(„

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung lieb Gewonnenes zu verlieren.

Man investiert, gibt, liebt und ist engagiert.

Und dann?

Ist einfach nichts davon mehr über.

Vergebliche Liebesmüh’…

Es tut so weh!!!

An: Nino

Zwiespalt

Misstrauen spüren.

Dem anderen keine Gelegenheit geben Gespräche zu führen

um sich zu rechtfertigen für sein Handeln und Tun.

Will sich aber nicht wirklich um Gerechtigkeit bemüh ‘n.

Dafür ist schon zu viel Zeit im Zwiespalt vergangen

habe gekämpft und um bessere Bedingungen gerungen.

Will endlich meinen Frieden und meine Ruh‘

ein Leben im Zwiespalt gehört dabei nicht dazu.

Offene Wunden sind noch zu erhaben und frisch

Fehler und Falschheiten ungeklärt und offensichtlich.

Kann sie nicht einfach ignorieren

und wieder Zuneigung und Liebe verspüren.

Umgeben von negativen Gefühlen und Emotionen

will meinen Geist wieder mit Optimismus und Klarheit verwöhnen.

Die Zeit wird zeigen, was sie mit sich bringt

allerdings nur durch das Bestreben allerseits bedingt.

Vorbei

Es ist vorbei.

Es ist weg.

Es ist losgelöst.

Es ist erlöst.

Es hat endlich ein Ende.

Es ist endlich frei.

Es ist vorbei.

Unmöglich

Keine Möglichkeit zu weinen.

Dem Schmerz Ausdruck geben.

Keine Möglichkeit zu schreien.

Dem Druck auf der Brust eine Stimme verleihen.

Keine Möglichkeit zu fliehen.

Dem Wunsch nach Freiheit Raum verschaffen.

Keine Möglichkeit zu kämpfen.

Der Resignation vorauseilen.

Keine Möglichkeit zu streiten.

Der Kraftlosigkeit Stärke zurückgeben.

Keine Möglichkeit zur Abwehr.

Der Schutzschild nur auf halber Höhe aufgestellt.

Keine Möglichkeit der offensichtlichen Lösung.

Die Schwere des Problems scheint vielgewichtig.

Keine Möglichkeit für einen Ausweg.

Die Augen der Erkenntnis vor der Wahrheit verschleiert.

Keine Möglichkeit die Richtung zu ändern.

Ein alternativer Weg ist nicht ersichtlich.

Keine Möglichkeit das Unmögliche möglich zu machen.

Dafür ist die Vielfalt an Möglichkeiten aufgebraucht.

Neugierde

Wer bist, dass du dir anmaßt „mich kennen“ zu nennen?

Ich bin niemand.

Unerreichbar für jedermann.

Umhüllt von einer dreidimensionalen Glaskugel.

Geschützt vor der Außenwelt und doch so verletzlich.

Die Innenwelt nur ein Mysterium meines Verstandes.

Aber unverstanden im Innersten.

Begierige Neugierde auf das, was vor mir liegt, wer vor mir geht.

Wer bist du?

Ich kann dich nicht sehen, nur als Schatten deiner selbst, im innersten so verletzlich aber nach außen so stark.

Was willst du?

Hoffnungen auf Zweisamkeit, die Zusammenkunft einer Mehrdeutigkeit.

Es bleibt dir verborgen.

Du wirst es nicht sehen, nicht erkennen, nicht fühlen.

Unsichtbare Hand, die nach mir greift.

Mich erfasst und festhält, mich aber doch nie wirklich zu packen bekommt.

Es ist nur der Schatten meiner selbst.

Welche Absichten verfolgst du?

Erhoffst du dir Freundschaft, Vergeltung oder Seelenverwandtschaft?

Das ist unmöglich.

Denn ich bin nicht du!

Phlegmatiker

Nie gut genug.

Sein.

Wer bin ich, dass ich dir Gehör schenken würde?

Ich bin es ja doch nicht wert.

In deinen Augen der Feind.

Feindliche Gesinnung meiner selbst.

Ich nicht aber du.

Du bist es, der mich in den Abgrund zieht.

Löst ungute Gefühle in mir aus.

Selbstsüchtig, verletzend.

Die Genugtuung deiner Sphären.

Phlegmatische Aura, die mich umgibt.

Gefühlslose Kälte.

Deiner Augen.

Sie fixieren mich.

Entwürdigen meiner Selbst.

Der Gehorsam ist mit der Angst verbunden, Eigenverantwortung übernehmen zu müssen.

Ein Appell ans eigene Ich.

Die Ungerechtigkeit als Prämisse der Normalität.

Genormter Fortschritt, der Lerneffekt aus Erfahrungen als Gewinn der Gesellschaft.

Genormter Utilitarismus.

Beinhaltet Grundprinzipien für das Wohlergehen aller.

Der uneingeschränkte Nutzen und die optimale Deskription von Glück.

Nimmst du mir.

Den Zustand der Ohnmacht kollektiver Bequemlichkeit.

Menschliche Erkenntnis als Realität scheinbarer Illusionen.

Die Kontroverse deines Idealismus.

Destruktiv.

Restriktiv.

Reduziert.

Auf die Hermeneutik jenseits der Wahrheit.

Als logische Konklusion deiner leeren Worte.

Sprache ohne Inhalt.

Lässt mich umherirren im Gewirr aus Verwirrungen.

Unsere Probleme nur Resultate fragender Eliminierungen.

Verlieren den Sinn der Behauptung.

Fehlende Genauigkeit deiner Beweggründe münden in phlegmatischen Thesen.

Ich nehme die bestehenden Annahmen zur Kenntnis und hinterfrage sie nicht.

(Un-)logisch

Was soll das Gerede?

Es bringt uns nicht weiter.

Leeres Geschwätz in meinen Ohren.

Trübsinnig. Niedergeschlagen. Am Boden.

Es bringt uns nicht nach oben.

Macht keinen Sinn.

Fehlgeschlagene Logik.

Falsche Zusammenhänge, die keine sind.

Keine Mathematik, die eineindeutig scheint.

Fehlende Plausibilität.

Erdrückt. Dunkel. Grau.

Es ist (un-)logisch.

Endlosigkeit

Getrieben sein.

Nicht zur Ruhe kommen.

Stille als sinnlosen Zeitvertreib wahrnehmen.

Nichtstun als Lücke im Lebenslauf.

Sklavische Gefangenschaft meiner selbst.

Wozu?

Warum?

Wer oder was treibt mich dermaßen an, dass der Druck leisten zu müssen, ins unermessliche steigt?

Warum Wert von Leistungen abhängig machen?

DAS ergibt keinen Sinn.

Ist nur weltliches Geplänkel.

Der Antrieb einer leistungsorientierten Gesellschaft, die sich selbst zugrunde schuftet.

Sich abhängig machen von der Anerkennung anderer?

Sich nur dann gut fühlen, wenn scheinbar wichtige Tätigkeiten zwanghaft durchgeführt werden?

Immer einen Plan haben müssen?

Nie loslassen können?

DAS sind keine erfüllenden Lebensziele.

Schrecken ab weiter zu machen und ermutigen dem Ganzen ein schmerzloses Ende zu setzen.

Um nicht mehr spüren zu müssen, wer ich bin und was mich ausmacht.

Was existiert ist nur noch die Hülle meiner Selbst, zwei Seelen in mir im ständigen Konflikt.

Kommen endlich zur Ruhe.

Die Stille der Endlosigkeit.

Nichts.

Lebenslinien

Auch heute umgibt mich Stille.

Die Ruhe vor dem Sturm. Das Nichts vor dem Aus.

Angespannter Frieden, gespannt auf Bewegung.

Der Geist auf der Lauer.

Trügerische Sicherheit.

Hysterisches Gelächter.

Zu viele Gedanken, die kommen und gehen.

Wechselnde Worte auf meinen Lippen. Rau, spröde, eingerissene Lebenslinien.

Gezeichnet von dem was war, in bebender Erregung vor dem was kommen mag.

Ein zuckender Muskel um mein Augenlid.

Trübt den Blick.

Bei jedem Wimpernschlag.

Lässt schleiernde Tränen sich auflösen, in einem Meer voller Einsamkeit.

Hilflose Schreie aus dem Untergrund.

Gedrungen, verletzt, angstvoll zusammen gekauert.

Was mag diese Seele wohl durchlebt haben?

Gefühlt, gespürt und gesehen?

Sie wirkt verletzlich und klein.

Unscheinbar augenscheinlich.

Erblickt aus kreisrunden Augen, die das Geschehene zu verbergen vermögen.

Der vermeintliche Weg zum Innersten.

Das wahre Ich aber bleibt verborgen.

Lässt Schmerz und Trauer nicht zum Vorschein kommen.

Ein bebender Körper voller Trostlosigkeit.

Saugt die Stille in sich auf.

Die Ruhe vor dem Sturm gezeichneter Lebenslinien.

An: Josi