Wer oder was bin ich und wenn ja wie viele?

Hallihallo,

schön, dass du es auf meine Seite, rund um philosophische Fragen und Gedanken, geschafft hast.

Ich möchte hier meine poetische Ader ausleben und kurze Gedichte, Sprüche und Überlegungen mit dir teilen. Wenn auch du diesen Wunsch hast, die „Fragen des Lebens“ und Inspirationen los zu werden, bist du auf meinem Blog genau richtig.

Über Kommentare und Beiträge würde ich mich sehr freuen, um dem Ganzen Leben einzuhauchen oder wie es altertümlich so schön heißt: den Äther (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)). Für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich sehr dankbar.

Bis bald =)

Deine Sophie

Niemand…

Niemand muss alleine sein.

Niemand will alleine sein.

Niemand muss alleine stark sein.

Niemand will alleine stark sein.

Alleine zu sein in schweren Zeiten erschwert das Aushalten der Zeiten.

Niemand muss aber jeder darf.

Allein‘ sein.

Warum?

Leben wir, so leben wir dem HERRN; sterben wir, so sterben wir dem HERRN. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des HERRN […]

Römer 14,8

Warum?

Warum bedeutet Leben zeitgleich zu sterben?

Warum heißt geboren werden wieder zu gehen?

Warum sind wir alle nichtig und klein?

Warum verstehen wir das nicht, wenn es doch normal sein soll?

Warum stelle ich mir diese Fragen und kann nicht einfach akzeptieren „Warum?“?

04.11.20 Beerdigung Hartmut Schwender

„Auf einmal“

Und auf einmal ist der Druck auf der Brust nicht mehr.

Und auf einmal ist die Last auf den Schultern nicht mehr ganz so schwer.

Und auf einmal kann ich wieder freier atmen.

Und auf einmal kann ich wieder klarer sehen.

Auf einmal lässt es sich beschwingter warten.

Auf einmal lässt es sich aufrechter stehen.

Auf einmal lassen sich Gedanken strukturieren.

Und auf einmal finde ich die Worte zu gehen:

„Auf einmal.“

Still.

Hinfort.

Lautlos.

Klanglos.

Abgetaucht.

Nicht mehr existent.

Verschwunden.

Ein Hauch von Nichts.

Lebensspuren.

Abdrücke.

Bleiben.

Verweilen.

Noch eine Weile.

Bis auch sie.

Verschwinden.

Abtauchen.

Lautlos.

Klanglos.

Still.

Prägungen von Gestern werden zum Glauben von Morgen

Prägungen lassen einen nicht mehr so schnell los.

Sie haben sich eingebrannt ins Gedächtnis, wie eine glühend heiße Tätowierung.

Verschmolzen mit dem eigenen Denken und Handeln sowie die Sicht auf die Umwelt.

Umgebungsbedingungen lassen das zu Eisgefrorene Herzmöglicherweise antauen aber zumindest auf Hochtouren bringen.

Es bewegt sich etwas, regt sich in mir.

Pocht gegen die unwiderruflichen Ereignisse an.

Die Vergangenheit, die sich auch mit neu gewonnen Erkenntnissen in der Gegenwart, nicht mehr ändern lässt.

Aber vielleicht verstehen, einordnen und annehmen.

Loslassen wird schwierig, da sie dich geformt haben, konstruiert.

Also besser als Teil von sich selbst sehen, damit verbundene Emotionen zulassen, um einen neuen Zugang zu sich selbst zu schaffen.

Die eigenen Ressourcen stärken und einsetzen, um das wenig vorhandene Urvertrauen zumindest in einen Glauben an eine bessere Zukunft zu verwandeln.

Verborgen

„Ich wünschte, ich könnte den Menschensohn“ jetzt schon schauen. Vielleicht würde sich mir dann mehr erschließen als es jetzt tut. Jetzt offenbart sich mir nur, was offensichtlich zu begreifen. Alles andere und die damit offen gebliebenen Fragen bleiben mir verschlossen.“

Engeltanz

Loslassen. Abgeben. Abschied nehmen.

Schmerz zulassen, wahrnehmen, akzeptieren.

Es tut weh.

Es schmerzt.

Es hält fest.

Trauer, um Verlust.

Um das, was einmal war und nie wieder sein wird, wie zuvor.

Sich auf Neues einlassen, die Zeit, die kommt.

Unberechenbar.

Unkontrollierbar.

Unwiderruflich.

Der Tod.

Steht uns allen bevor

hebt uns empor

in eine Welt ohne Leid und Not.

Trauer und Schmerz

gibt es nicht mehr

kein Kampf mit dem Gewehr

Gezeter und Terz.

Friedvoller Glanz

in deinen Augen

voll tiefer Glauben

an einen Engeltanz.

Meine Pyramide

Pyramiden.

Ragen gen Himmel.

Laufen spitz zu.

Gleichseitig, vollkommen, polyedrisch.

Ein steiler Berg am Horizont, den zu erklimmen Mühe und Kraft bedarf.

Von der ich keine habe.

Von der ich keine fühle.

Von der ich nicht weiß, wie sie auszusehen vermag.

Pyramiden.

Geometrische Wunderwerke aus Sand und Gestein.

Atemberaubend, eindrucksvoll, erhaben.

Ich forme mir meine, aus Dreck und Staub.

Ungleichmäßig, asymmetrisch, tetraedrisch.

Die Ecken abgerundet, geschliffen von den Unwettern der Gezeiten.

Der beißende Wind nimmt Einfluss auf die Gestalt meines spitz zulaufenden Turms.

Ein Gebilde gezeichnet von Schmerz und Blut, verfärbt von den Tränen prägender Vorkommnisse.

Es ähnelt der Struktur aber nicht der Bedeutung.

Meine Pyramide.

Teilweise. Zumindest.

Bleierne Müdigkeit umgibt mich heute.

Fehlende Energie gibt meine Richtung vor.

Geränderte Augenringe überschatten mein gräuliches Gesicht, wie eine dichte Wolkendecke am Horizont.

Der Körper auf Standby, hält nur die wichtigsten Körperfunktionen aufrecht.

Belastende Gedankengänge treiben mich an, machen mich umtriebig.

Wobei der Trieb zur Selbsterhaltung ganz vorne ansteht und vom Trieb der Vervielfältigung verdrängt wird.

„Überleben“ heißt die Devise.

Nicht irgendwie aber in jedem Fall.

Der Geist verfällt in Selbstverachtung, kann er doch dem Anspruch der Funktion nicht gerecht werden.

Dafür sind die Gliedmaßen viel zu schwerfällig, die Gedanken in einer Abwärtsspirale abwertend.

Schlaf! Ist die einzige Intention, die sich in den Vordergrund stellt und der Perfektion ihre Selbstverherrlichung nimmt.

Zumindest teilweise.

Und zumindest so lange bis wieder ein anderer Zustand eintrifft.

Teilweise. Zuminest.

Off

Du spielendes Kind.

In mir.

Möchtest gesehen werden, anerkannt werden, ohne Kompromisse.

Du darfst nicht raus.

Bist zu umtriebig, zu ruhelos.

Könntest nur Wind aufwirbeln, Dämme aufbrechen, Unruhe stiften.

DAS möchte niemand.

Deshalb wirst du nicht akzeptiert, nicht toleriert, eingesperrt.

Sei erwachsen, bleibe nüchtern und neutral.

Zeige keine Gefühle nach außen, lasse dir nichts anmerken.

Bleibe sachlich und pragmatisch.

Nur DAS sichert dir Erfolg.

Fortschritt und Optimierung.

Das würdest du doch wohl nicht verhindern wollen, nicht behindern.

Also reiße dich zusammen und bringe das Kind in dir endgültig zum Schweigen.

Es geht mir auf die Nerven, sorgt für Ablenkung vom eigentlichen Weg und Kontrollverlust.

Aber du musst dich kontrollieren, beherrschen und angepasst sein.

Vergiss den Balg und ziehe einen Schlussstrich unter dein Vergangenheits – Ich.

Vergiss dich selbst und funktioniere als Teil des Organsystems.

On.