Wer oder was bin ich und wenn ja wie viele?

Hallihallo,

schön, dass du es auf meine Seite, rund um philosophische Fragen und Gedanken, geschafft hast.

Ich möchte hier meine poetische Ader ausleben und kurze Gedichte, Sprüche und Überlegungen mit dir teilen. Wenn auch du diesen Wunsch hast, die „Fragen des Lebens“ und Inspirationen los zu werden, bist du auf meinem Blog genau richtig.

Über Kommentare und Beiträge würde ich mich sehr freuen, um dem Ganzen Leben einzuhauchen oder wie es altertümlich so schön heißt: den Äther (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)). Für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich sehr dankbar.

Bis bald =)

Deine Sophie

Wenn Liebe zur Abhängigkeit führt

Wenn Liebe uns in eine Abhängigkeit geraten lässt, bei der wir uns unvollständig fühlen, bleibt die zweite Hälfte aus und es nur noch darum geht, zu überleben, da das Atmen schwerer fällt, die Gedanken nicht fokussiert werden können und sich alles anfühlt, wie ein dich tiefer ziehender Morast oder eine glühend schmerzende Wunde, kann es dann noch Liebe sein, die für einen gut ist und lässt sich diese von der emotional gemachten Abhängigkeit unterscheiden?

Wieder Nichts

Wenn alles, woran du geglaubt hast mit einem Schlag vernichtet wird.

Was bleibt dann?

Der Boden unter deinen Füßen.

Dein festes Fundament.

Das Kartenhaus, das in sich zusammenstürzt.

Alles wankt, gibt keinen Halt mehr.

Erscheint ohne Sinn und Inhalt.

Es nimmt dir die Kraft.

Raubt dir Energie wieder aufzustehen.

Du bist wie gelähmt.

Eine Paralyse bis ins innere Mark.

Du kannst essen, du kannst schlafen, dich ausruhen aber nichts davon gewährt dir langanhaltenden Lebensmut.

Also sitzt du wieder da.

Starrst in die Leere vor dir und wartest darauf, dass dieser Zustand irgendwann ein Ende nimmt…

Erwachsene Kinder

Sind wir nun erwachsener geworden?

Streiten wir anders als früher?

Wir machen uns nicht mehr so schnell etwas vor.

Das Leben, menschliche Beziehung eingeschlossen, ist kompliziert.

„Es hat niemand gesagt, dass es einfach wird.“

Aber so schwer?!

Was ist heute anders?

Wir kommunizieren immer noch über Umwege.

Es entstehen weiterhin Missverständnisse.

Es werden wiederholt Gefühle des Schmerzes und der Verletzung ausgelöst.

Der Gedanke der Trennung steht ein weiteres Mal im Raum.

Was ist nun anders zu früher?

Sind wir etwa erwachsener geworden?

Streiten wir immer noch so?

Jein.

Wir sind vorsichtiger geworden.

Und umsichtiger.

Und reflektierter.

Wir haben gelernt.

Voneinander.

Miteinander.

Füreinander.

Verletzungen entstehen.

Wir machen uns keinen mehr vor, dass es nicht wieder passieren wird.

Denn wir sind vorsichtiger geworden.

Aber dennoch intensiv.

Tief verbunden.

Im Glauben an die ewige Liebe.

Wird es immer zu einem positiven Ausgang führen.

Ambivalente Gedanken.

Widersprüchliche Gefühle.

Es wird nicht einfach bleiben.

Fehlende Transparenz und vollkommene Verständnislosigkeit.

Den einen Tag das Gefühl tiefer Verbundenheit,

am nächsten ein kaum auszuhaltender Schmerz.

Der Wunsch nach Flucht und Veränderung.

Aber wohin?

In eine bessere Welt?!

Eine Illusion.

Denn wir machen uns keinen mehr vor.

Sind ehrlich zueinander, voreinander, miteinander.

Aber erwachsener?

Nein.

Denn in uns tobt weiterhin der Sturm unserer heimatlosen Kinder.

So lange bis Heilung geschieht.

Und sie festen Grund unter den Füßen verspüren.

Aber auch dann werden sie uns ein Leben lang begleiten.

Und auch als erwachsene Menschen wird in uns ein Stück der Unvernunft eines Kindes verweilen.

Nehmen wir es doch einmal liebevoll in den Arm und sagen ihm, wie gern wir es haben und dass es vollkommen ist.

Mein Kind.

Und dein Kind.

Als Erwachsene.

Mal wieder am Scheideweg…

Wie konnte ich nur annehmen,

dass sich etwas ändern würde?

Was bleibt ist Resignation.

Wie konnte ich nur hoffen,

ich würde wahr und ernst genommen?

Was bleibt ist unendliche Traurigkeit.

Wie konnte ich nur glauben,

ich hätte irgendetwas verständlich machen können?

Was bleibt ist große Enttäuschung.

Wie konnte ich nur davon überzeugt sein,

ich nähme einen entscheidenden Platz ein?

Was bleibt ist ein stechender Schmerz in der Brust.

Wie konnte ich mir nur zusichern lassen,

ich würde niemals wieder allein gelassen?

Was bleibt ist die Erinnerung.

Und Wut.

Und Entscheidung.

Mal wieder.

Am Scheideweg.

Ich frage mich…

Ständig frage ich mich,

was ich gewesen wäre ohne DICH.

Wie ich heute leben, handeln, denken

mich in Job und Haushalt würde verrenken,

würde ich dir nicht all‘ meine Liebe schenken

und dir das Leben so, wie es ist, verdanken.

So hat doch jeder Einfluss auf den anderen, ihn zu lenken

gibt mir wiederum zu bedenken

was anders gewesen wäre ohne dich.

ständig frage ich DAS mich…

Gottes Kaufladen

In einem fernen Land spazierte ein Wanderer durch eine Stadt und kam an einen Laden mit dem Türschild:

„Hier gibt es die Gaben Gottes“

Der Wanderer trat ein und sah hinter dem Ladentisch einen alten Mann, den er fragte: „Was verkaufen Sie?“ „Alle Gaben Gottes.“ „Sind sie teuer?“ „Nein, die Gaben Gottes sind umsonst.“

Erstaunt sah sich der Wanderer im Laden um und entdeckte Regale voller Tröge, gefüllt mit Liebe, Vasen mit Mut, Gläser mit Freude, Gefäße mit Glauben, Flaschen mit Hoffnung, Pakete mit Frieden, Kisten voller Freundschaft.

Die Augen des Wanderers glänzten vor Freude über diesen Reichtum. „So gebt mir recht viel von Gottes Liebe, allen Frieden und auch Freude. Hoffnung, Glaube, Trost, so viel Sie entbehren können, und jede Menge Freundschaft.“

Der Alte überreichte dem Wanderer ein Päckchen, welches in die hohle Hand passte. „Das kann doch unmöglich alles sein?“

„Doch“, sagte der Alte. „Das ist alles. Im Laden Gottes kann man keine reifen Früchte kaufen, sondern nur kleine Samen, die gehegt und gepflegt sein wollen und langsam wachsen.“

– Aus „UR – das wahre Ziel“, Heft 36

Jetzt Sinn

Lebenssinn.

Sinn des Lebens.

macht es Sinn.

hat es Zweck.

Was bedeutet „Sinn“?

Sinnen, nachdenken, sich einen Gedanken zurechtlegen.

Erzwungen oder bedeutsam?

Behutsam oder fordernd?

Inspiration geben als Quelle von Seelenfluss.

Erfahrungen, Erkenntnisse weiter reichen.

Die Spezies Mensch aufrechterhalten.

Wozu?

Ein innerer Trieb.

Ein Instinkt.

Der Überlebenskampf.

Tag für Tag.

Geschaltete Biochemie.

Makromoleküle zueinander angeordnet, um zu spezifizieren, zu optimieren, anzupassen und dominieren.

„Der Stärkere gewinnt“

„Der Schlechtere versinkt“

„Der Bessere erfind“

„Der Schwächere verschwind“

Abhängige Freiheit

Was heißt gebunden sein?

Meint es frei sein?

Ist es eins sein mit sich selbst und dem anderen?

Bedeutet Abhängigkeit gleich Verlustschmerz und Abschied nehmen?

Oder kann es auch ein Gefühl von Geborgenheit und zu Hause sein implizieren?

Abhängige Freiheit – ein Widerspruch in sich selbst oder unumgänglich?

Wer oder was bin ich

Wo ist die Energie?

Sie gleicht der Lethargie.

Möchte nicht mehr tot sein,

nicht mehr Schein sein.

Wo ist das Leben?

Nach dem so viele streben.

Nach den Sternen zu greifen.

Sich in Fleiß zu ereifern.

Erscheint mir ohne Sinn und Zweck

will ich doch nicht mehr hier sein

einfach nur weg.

Den Weg zu beschreiten

erscheint mir hinderlich und schwer

wiegt die Last auf den Schultern,

doch seit gestern um so viel mehr.

Sie wurde mir auferlegt

zum Scheitern verurteilt auserwählt.

Eingebrannte Bilder in Fleisch und Blut

sie mir anzusehen erfordert unsagbar viel Kraft und Mut.

Will sie nicht fühlen,

kann sie nicht spüren.

Die Wut – bahnt sich ihren Weg

durch Gestrüpp und Gestein.

Bahnbrechend und explosiv sollte sie sein.

Stattdessen ein unterdrückter Funke,

nicht mal eine Glut.

Ein nichts sagendes Gefühl – diese Wut.

Missgünstig und eigennützig nimmt sie den Raum,

der mir fehlt, in Selbsthass,

ich sehe ihn kaum.

Eine Armlänge sich einmal im Kreis gedreht,

mein Geist den Aspekt der Selbstliebe und Wertschätzung nicht versteht.

Nicht einmal einen Atemzug, geschweige denn eine Atempause

gönnt sich mein Schutz gebendes Schneckengehäuse.

Immer schneller drehen sich die Gedanken im Kreis,

bis mir ganz schwindelig wird und ich nicht mehr weiß,

wer oder was ich bin.

Fluss des Lebens

Imposant und standhaft steht er da.

Massives Geäst mit tiefgreifenden Verwurzelungen.

Auf dürrem, staubigen Grund.

Schon lange trägt er kein Laub mehr.

Schon lange grünen seine Blätter nicht mehr.

Trockenheit und Trostlosigkeit durchdringen die Stille.

Umgeben von Nichts.

Eingeschlossen in der Spannung von Vorhut und Macht.

Gewaltsames Tosen unbedachter Ausbrüche werden zurückgehalten in einengenden Strukturen, Halt gebenden Mustern und Prinzipien.

Auch diese lassen ihn nicht das Maß an Energie nähren, das er nötig hätte.

Stattdessen schwankt sein Gerippe unter der Last unausgeglichener Schwere.

Gewichte nicht gleichermaßen verteilt, sodass er sich zwangsläufig zu einer Seite neigt und noch stärkere, noch tiefere Wurzeln ausbilden muss, um Stand halten zu können.

Oder aber es käme ein Strom von Energie, gezeichneter Lebenslinien, die sich einen Weg bahnen.

Hin zum Baum der Hoffnung, die ihn nähren, den Fluss des Lebens.