Wer oder was bin ich und wenn ja wie viele?

Hallihallo,

schön, dass du es auf meine Seite, rund um philosophische Fragen und Gedanken, geschafft hast.

Ich möchte hier meine poetische Ader ausleben und kurze Gedichte, Sprüche und Überlegungen mit dir teilen. Wenn auch du diesen Wunsch hast, die „Fragen des Lebens“ und Inspirationen los zu werden, bist du auf meinem Blog genau richtig.

Über Kommentare und Beiträge würde ich mich sehr freuen, um dem Ganzen Leben einzuhauchen oder wie es altertümlich so schön heißt: den Äther (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)). Für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich sehr dankbar.

Bis bald =)

Deine Sophie

Radikalität

Indiskret.

Auf dem direkten Weg.

Ohne Vorankündigung.

Keine Anzeichen.

Unerwartet.

Brutal.

Ohne Rücksicht auf Verluste.

Mit voller Wucht.

Machtlos.

Schockierend.

Radikal.

Nie mehr

Hallo, da bist du ja wieder.

Ein ungebetener Gast.

Ungewollt, ungefragt, energieraubend.

Ich habe nicht verlangt, dich wieder zu sehen.

Wollte dich für immer aus meinem Leben ausschließen.

Jetzt hast du es wieder geschafft, dich einzunisten.

Rücksichtslos durch die Hintertür.

Nimmst mir die Lust und die Freude zu atmen.

Schwermütige, bleierne Gedanken.

Sie haben mich fest im Griff.

Keine Kraft zu lächeln, ungefilterte Reize bahnen sich ihren Weg.

Ich bin doch so ein chronischer Fall.

Manifestiertes Leiden.

Will nicht mehr kämpfen müssen, einfach nur noch frei sein wollen.

Weit weg und nie wieder umkehren.

Nicht zurückblicken, nur nach vorne sehen.

Mich nicht mehr quälen müssen.

Nie mehr.

Ziellos

Gedankenströme, die fließen.

Kommend und gehend.

Tagein, tagaus.

Eine tickende Uhr.

Will sie nicht hören, nicht sehen, nicht fühlen.

Will im Jetzt stehen bleiben, den Augenblick wahrnehmen und bestaunen.

Sorgenlos, unbeschwert, frei.

Wozu Ziele? Kurzfristige, mittel – oder langfristige?

Will nicht weiter als bis morgen sehen.

Heute ist schon genug, der Morgen gerade so tragbar.

Ohne Plan, ohne terminliche Festlegung.

Einfach hineinleben, in das was kommt.

Das Leben und seine Strömungen geben den Rhythmus vor.

Die Bewegung der Kreisläufe.

Alles ist im Fluss.

Will niemand bestimmtes sein müssen, kein Streben, kein Begehren nach Dingen, die ich noch nicht besitze.

Einfach einfach sein.

Reduziert, minimiert auf das Wesentliche, das Zentrale.

Keine Definition meiner selbst.

Ein reiner Zustand im Einssein mit sich selbst.

Auf dem Weg

Geschafft.

Vorbei.

Erledigt.

Abgehakt.

Zumindest für jetzt.

Zumindest zeitweilig.

Zumindest vorübergehend.

Zumindest für diesen Abschnitt.

Erleichterung.

Druckabfall.

Aufatmend.

Verzeihend.

Mit dem Wissen, dass es das nicht gewesen ist.

Mit dem Wissen, dass es wieder kommen wird.

Mit dem Wissen, dass es Arbeit bleiben wird.

Mit dem Wissen, dass ich mir selbst genüge bin.

Alternd.

Voranschreitend.

Bewegend.

Wachsend.

Mit dem Blick nach vorne gerichtet.

Mit dem Blick auf meine Fähigkeiten gerichtet.

Mit dem Blick auf meine Energie gerichtet.

Mit dem Blick auf meine Willenskraft gerichtet.

Es sollte so sein.

Es sollte so kommen.

Es wird wieder so sein.

Es darf wieder so kommen.

Gefühlen Raum schaffen.

Gefühlen Atem einhauchen.

Gefühlen Dasein ermöglichen.

Gefühlen Loslassen gestatten.

So lange, bis ich weiß wer ich bin.

So lange, bis ich weiß was ich will.

So lange, bis ich mit mir im Einklang bin.

So lange, bis Anstrengung Selbstverständlichkeit wird.

Auf dem Weg.

Modikonflikt

ängstliches Kind

Nicht da sein wollen.

Nicht existieren wollen.

Weil hier sein bedeutet, Verantwortung übernehmen zu müssen.

An sich arbeiten, um besser zu werden im Existieren, dass es erträglicher wird zu sein.

Wäre dieser Tag nicht schon zu Ende, wäre die die Quälerei nicht schon vorbei.

Eine Hülle, die funktioniert.

Eine funktionierende Hülle.

Die funktionieren MUSS.

fordernder Elternteil

Es wird von dir erwartet zu sein, zu geben, zu existieren.

Ob du nun willst oder nicht.

ängstliches Kind

Lieber nicht mehr sein.

Lieber nicht mehr existieren.

gesunder Erwachsener

Aber ich will leben.

Weil leben mehr bedeutet als nur zu sein, zu existieren als trostlose Hülle.

Es sollte lebenswert sein.

Das Leben.

Nach meinen Werten, meinen Ideen und Vorstellungen.

Nicht als Marionette meiner selbst, dirigiert von den Machenschaften meiner Vergangenheit.

Sie existiert nicht mehr.

Die funktionierende Hülle.

Das Sein von Gestern ist nicht mehr das von Heute.

Auch ein Warten auf Morgen bedeutet nur eine Flucht aus der Wirklichkeit.

Der Realität.

Sie ist existent.

Im Sein.

Im Hier und Jetzt.

Genau dann, wenn du sie existent werden lässt, wenn du loslässt und zulässt.

Gewollt!

Reziprozität

Nur zu geben ist genauso wenig gut, wie nur zu nehmen.

Eine Beziehung muss reziprok sein, um in gesunden Bahnen laufen zu können.

Achtsam mit sich und anderen bedeutet auch wohltuende Mäßigkeit im Miteinander.

Begegnungen im ausgewogenen Verhältnis erleben.

Ein ausbalanciertes Füreinander im Dasein zueinander.

Die Rechnung auf beiden Seiten ausgeglichen.

So kann ein Auftanken und Erleben beiderseits stattfinden.

Was wirklich zählt

Sich missbraucht fühlen.

Ausgelaugt und leer.

Nicht mehr sich selbst sein.

Nur den anderen spüren.

Die Bedürfnisse nicht artikulieren.

Nur ein „Ja und Amen“ als liebes Kind.

Das Gegenüber nicht enttäuschen wollen.

Geben bis nichts mehr bleibt.

Was war.

In mir.

Aus mir heraus.

Es interessiert keinen.

Niemand will es wirklich wissen.

Was ich brauche.

Und fühle.

Mir wünsche.

Er nimmt sich nur selbst wahr.

Nur DAS zählt!

Ist wichtig und ausschlaggebend.

DU hast dich zu fügen,

unterzuordnen.

Ergebe dich!

Erfülle die Wünsche um den Frieden willen.

Und stecke zurück.

Nimm dich zurück.

Denn du zählst heute nicht.

Auch wenn du leer wirst.

Es schon bist.

Gebe noch mehr.

Immer mehr.

Bis du es endlich geschafft hast, die Bedürfnisse der anderen zu befriedigen.

Denn nur DAS zählt!

Bis nichts mehr bleibt,

was du geben könntest.

Weil alles aufgebraucht,

alle Energie eingesetzt ist.

Du in dich zusammen fällst,

ganz klein wirst.

Dich zusammenkauerst als leblose Hülle.

Ungeachtet, missbraucht, unterlegen.

Ein niemand.

Ein nichts.

Ungeachtet vom Rest.

Bleibst du leer.

Am Boden liegen.

Fehlende Anerkennung!

Aber du MUSST aufstehen!

Neue Kraft schöpfen, für dich selbst ein guter Freund sein.

Für DICH sorgen.

DICH lieben.

DICH würdigen und anerkennen.

Nicht um zu geben, sondern um zu haben.

Nicht um zu investieren, sondern um zu sein.

Ausgefüllt in Hülle und Fülle.

Voller Energie und Kraft.

Stark und anmutig!

Die Wunden verheilt,

Verletzungen überwunden.

Aufrecht!

Erhaben!

Ein „Nein“ für die anderen.

Ein „Ja“ zu sich selbst.

Aus Liebe.

Als liebevoller Erwachsener in der Begegnung mit anderen Erwachsenen.

Auf Augenhöhe!

Respektvoll geachtet!

Was ist.

In mir.

Aus mir heraus.

Es interessiert MICH.

Was ICH brauche.

Und fühle.

MIR wünsche.

Und das ist, was wirklich zählt!!!

Selbstvertrauen

Es ist schon verrückt, was so ein wenig Selbstvertrauen ausmacht.

Eigentlich ändert es alles.

Die Einstellung zum Tag.

Den Umgang mit Gedanken.

Die Wahrnehmung von Ressourcen.

Das Beachten von Grenzen.

Das Bewusstsein über das Sein.

Das Verständnis für die Welt.

Eine bunte Mischung aus Respekt und Achtung vor sich selbst und seinen Mitmenschen.

Perfekter Stillstand

Streben nach Perfektion.

Wozu?

Weshalb immer besser, immer höher, immer weiter?

Wir haben alles, was wir brauchen und doch sehnt sich das Herz, der Geist nach Fortschritt.

Wissensgier, Erkenntniszuwachs, Verbesserungen, Änderungen.

Perspektivwechsel, Anreize, Bewegungszustand, Vorwärts gehen.

Maßlos?

Grenzenlos?

Würdelos?

Ruhelos.

Antriebslos.

Energielos.

Verlangsamte Perfektion.

Bis nichts mehr geht.

Perfekter Stillstand.

Frühjahrsputz

Alles zwitschert, altes lebt.

Zum Leben neu erweckt, der Herzschlag bebt.

Ein friedvoller Anblick der Sonnenstrahlen,

lassen sich auf ihrem Weg durch dürres Geäst bloß erahnen.

Sanftmütige Augen erblicken das Licht,

die Wärme und Helligkeit machen die Schwere zunicht‘.

Stattdessen machen sich Leichtigkeit und Glanz breit,

der Winter wird gehen, endlich ist es wieder soweit.

Auch ich möchte mich vorbereiten auf die kommende Zeit

und mache mich auf den Frühjahrsputz bereit.

Düstere Gedanken und sich im Kreis drehende Handlungen dürfen gehen.

Ich werde Abschied von ihnen nehmen und weiter nach vorne sehen.

Vergangenes ist abgeschlossen und vorbei,

sodass nun das Heute und Morgen wohlwollend gedeih‘.