Du bist niemand!

Ich hasse dich.

Hast mich belogen.

Meine Gefühle betrogen.

Dein scheinheiliges Gesicht.

Von Angesicht zu Angesicht.

Ich bin es nicht wert?

Nicht wert, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden?

Hast DU etwa das Recht, DAS zu entscheiden?

Du bist ein Lügner.

Eine Lüge deiner selbst.

Nur eine Marionette deines Spiegelbildes.

Erhebst dein Angesicht über die deines Gegenübers.

Denkst, du bist stark, in dem du dich als solchen präsentierst.

Ich mag keine Lügen.

Keine falschen Versprechungen.

Es tut weh!

Du bist mir egal!

Ab jetzt!

Und für alle Ewigkeit!

Fehlendes Grundgerüst

Gefühle der Ablehnung, der Abneigung gegen sein eigenes Handeln und Tun.

Abscheu und Ekel, Verunsicherung und Erniedrigung, Schwäche und Demütigung.

Wohin soll das führen?

Es endet in Schmerz und Trauer,

der bodenlos scheint.

Entwurzelt.

Entrückt.

Entfremdet.

Zu Sterben

Sterben.

Wie muss das sein?

leicht und unauffällig.

Ein Hauch von nichts.

Wie nie da gewesenes.

Einfach verschwinden, abtauchen.

Einfach so?

Lautlos?

Klanglos?

Zeitlos?

Dimensionslos!

Nicht mehr sein.

Wie muss das sein?!

Zu sterben.

Begrenzungen

„Der Lebensentgrenzte kennt nicht mehr die Lebensendgrenze.“

aus: Brief an mein Leben von Miriam Meckel

Brief an mein Ich.

Bewusst leben.

Bewusst atmen.

Bewusst genießen.

Bewusst fühlen.

Bewusst agieren.

Bewusst erleben.

Bewusst das Ich spüren.

Bewusst das Innerste wahrnehmen.

Im Bewusstsein dessen, dass alles vergänglich ist, ich aber nur den Moment des Augenblicks bewusst werden lassen kann.

Weder das was war, noch das was kommen wird.

Sich bewusst den Raum und die Zeit nehmen, um bewusst zu leben.

Unaufhaltsam

Ruhig sitzen.

Stille genießen.

Die Bewegungslosigkeit vor dem Getöse.

Das, was kommt.

Unberechenbar. Unkontrollierbar. Unvermeidbar.

Es packt einem mit Gewalt.

Entreißt einem das Sein.

Das innere Ich.

Es versucht still zu sein.

Unscheinbar. Blass und kaum ersichtlich.

Und trotzdem ist es da.

Nimmt Raum ein.

Unberechenbar. Unkontrollierbar. Unvermeidbar.

Eine wackelige Sicherheit.

Der scheinbare Halt.

Trügerisch im nähren Anschein der Betrachtung.

Raumergreifend. Allumfassend. Unaufhaltsam.

Vergnügt

Mein Herz so schwer,

es wiegt viel mehr

als das, was ich begreifen kann.

Die steife Hand

schwingt unverwandt

den Stift der Weisheit, die mir fehlt.

Die leeren Augen tränen

lassen sich kaum erwägen

in einem Meer voller Einsamkeit.

Schmerzende Glieder

fühle ich wieder und wieder

offene Wunden, die nicht geheilt.

Die Sinne betrübt

nur dann vergnügt,

wenn der Tag sich dem Ende neigt.

Flieg Vöglein flieg…

„Handlungen voller Mitgefühl sind immer richtig…=(„

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung lieb Gewonnenes zu verlieren.

Man investiert, gibt, liebt und ist engagiert.

Und dann?

Ist einfach nichts davon mehr über.

Vergebliche Liebesmüh’…

Es tut so weh!!!

An: Nino

Aktionismus

„Natürlich können sie am Gras ziehen, damit es schneller wächst. Sie können auch Ihren Kopf auf das Gras legen, während es wächst. Nichts davon wird das Wachstum des Grases beeinflussen. Aber nur bei einer der Alternativen sind Sie ausgeruht, wenn es darum geht, das Gras später zu mähen.“

aus Achtsam Morden von Karsten Dusse Kapitel 23